Festival of Resilience
Das Festival of Resilience ist ein Raum für eine lebendige, solidarische und zukunftsgerichtete Erinnerungskultur. Im Zentrum steht ein spezifisch jüdisches Erinnern, das Erinnerung als Quelle von Resilienz begreift und Zeugenschaft, Solidarität sowie die Feier des Lebens miteinander verbindet.
In den vergangenen Jahren wurde das Festival von unserer Partnerorganisation Hillel Deutschland e.V. durchgeführt. Wir freuen uns sehr, dass dieses Herzensprojekt nun an uns weitergegeben und uns anvertraut wurde.
Unser Ziel ist es nicht nur, Räume des Gedenkens zu schaffen, sondern auch gemeinsam über deren Zukunft nachzudenken. Im Austausch mit Überlebenden aus Halle, Hanau und anderen Fällen extremistischer Gewalt sowie mit Menschen, die das Festival geprägt haben, möchten wir zentrale Fragen diskutieren:
Wie können vielfältige und nachhaltige Räume des Erinnerns entstehen?
Wie verhindern wir, dass Gedenken inhaltsleer wird?
Wie gelingt es, unterschiedliche Perspektiven einzubinden?
Wie kann Erinnern auch jenseits von Jahrestagen lebendig bleiben?
Im Zentrum steht dabei die Frage: Wie kann Erinnerung zu einer Gesellschaft der Vielen beitragen?
Unser Anspruch ist es, dass das Festival of Resilience Verbindungen zwischen all jenen stärkt, die sich gegen rassistische, fremdenfeindliche und antisemitische Ideologien und Gewalt einsetzen, und zugleich ein Ort des Gedenkens an die Opfer dieser Gewalt ist.
Wir möchten das Festival als einen Raum der Solidarität und Partizipation gestalten. Wenn ihr Interesse habt, am Festival teilzunehmen und mitzuwirken, meldet euch gerne unter: wiebke@widenthecircle.org
Zur Ehrung des Andenkens
Das Festival ist dem Gedenken an Jana L. und Kevin S. gewidmet, die bei dem rechtsextremen Anschlag in Halle und Wiedersdorf am 9. Oktober 2019 ihr Leben verloren haben.
Die jährlich stattfindende Zeremonie der Resilienz trägt dazu bei, dieses Andenken lebendig zu halten, indem sie Überlebenden, Familienangehörigen und Betroffenen rechter Gewalt eine Stimme verleiht.
Sie wird im Herbst 2026 in Berlin stattfinden.
Geschichte des Festivals
Das Festival of Resilience wurde von Überlebenden des Anschlags von Halle 2019 ins Leben gerufen – mit dem Ziel, Gedenken auf eigene Weise zu gestalten: jenseits medialer Berichterstattung, Gerichtsprozesse und politischer Inszenierung.
Erstmals fand das Festival im Jahr 2020 statt – einem Jahr, das zugleich von den Anschlägen in Halle und Hanau sowie von der Covid-19-Pandemie geprägt war. Dabei wurde deutlich, dass diese Taten auf derselben rassistischen, antisemitischen und fremdenfeindlichen Ideologie beruhen.
In diesem Kontext entwickelte sich das Festival weiter zu einem Ausdruck von Solidarität zwischen Überlebenden und Betroffenen rassistischer, fremdenfeindlicher und antisemitischer Gewalt.
Seit 2026 wird das Festival of Resilience von Widen the Circle weitergeführt.